“Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören. Der Vogel fliegt zu Gott. Der Gott heisst Abraxas.” (Hermann Hesse - Demian)

Hmm. Ich beziehe mich wohl auf vorhergehenden Eintrag. Mein biologisches Dasein ist der Vogel, mein Seifenbläschen das Ei … Und Abraxas schlicht mein Ich, nach dem ich suche, strebe. (Auch das Gut-Böse-Gleichgewicht betreffend.)

Es ist so tatsächlich … Will ich auf meinem Weg weiterkommen, will ich zu meinem Ich finden - dann muss ich eben die Seifenblase zerstören, um das Leben, die Welt direkt und schonungslos auf der nackten Haut zu spüren. Das Leben soll mich mit tausend Nadelstichen quälen, während ich tausend Nadelstiche zurückschicke.

Ich glaube einfach, dass die Welt sehr viel mehr ist als das, was wir von ihr sehen. Viel intensiver. Dass wir niemals das gesamte Spektrum unserer Möglichkeiten zu fühlen, zu denken auskosten werden - sondern, im Gegenteil, nur einen Bruchteil davon.

Damit gebe ich mich nicht zufrieden.

Nur bin ich halt eben ein Mensch und laufe Gefahr, die Dinge so zu sehen, wie ich sie gern hätte. Ja, wenn ich mir eine Freundschaft wünsche, die tiefer geht als andere - dann denke ich auch, diese eine Freundschaft, die ist etwas besonderes. Und irgendwie ists mit allem so.

Na ja. Ich lass es für heute besser mit dem Schreiben ^^

Musik: Tonk - Küss mich (0_o)
Gemüt: x(



One Response to “Der Vogel kämpft sich aus dem Ei”  

  1. 1 Fatalia

    Schön, ich liebe Hermann Hesse :)
    Er schreibt einem richtig aus dem Herzen.

    Man kann ganz resigniert sagen, dass es nun mal so ist: Objektivität gibt es nicht. Man sieht alles so wie man es gerne hätte. Es gibt nur einen Bereich, wo man dann wirklich merkt, wie sehr man sich belügt, den man vielleicht meiden sollte… Aber ganz sein lassen kann man das nicht.

Leave a Reply